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Weltraumrüstung

Weltraumwaffen werden im Weltraum stationiert, um von dort aus bestimmte Ziele mittels Laser angreifen zu können. Es gibt auch Raketenstützpunkte auf der Erde, die Ziele im Weltraum attackieren.

Zum Beispiel: Galileo

Entwicklung neuer Weltraumwaffen 

Bis Ende des 21. Jahrhunderts soll die EU mithilfe der Europäischen Weltraumorganisation ESA (Europa Space Agency) über alle Aufklärungs- und Navigationssysteme für den Weltraum verfügen. Dazu gehört das Satellitennavigationssystem Galileo, das sicherheitspolitisch unabhängig von der Kontrolle der USA zugänglich und bereits 2010 fertig gestellt werden soll.

Parallel dazu wird auch das Überwachungssystem für Umwelt und Sicherheit, das GMES (Global Monitoring for Environment and Security), für die Koordination europäischer Streitkräfte fertiggestellt.

Ziele der EU 

Aufgerüstet wird in der EU, um in Zukunft für moderne Hightech-Kriege aus dem Weltall ausgestattet zu sein. Die USA demonstrierten bereits im Golfkrieg 2003 wie sie mithilfe von GPS (Global Positioning System) ihre Raketen und Truppen präzise an ihr Ziel bringen können.

Das Satellitennavigationssystem Galileo soll in Zukunft mit Echtzeitaufklärung eigene wie auch gegnerische Flugzeuge, Schiffe, Panzer und SoldatInnen präzise steuern, navigieren und orten können. Damit könnte auch die Minenverlegung und -räumung sowie die Navigation von Waffenplattformen durchgeführt werden. "Auf vier Meter genau soll jeder Punkt der Erde anvisiert werden können." Laut Satzung ist das Ziel der ESA, "die Zusammenarbeit europäischer Staaten für ausschließlich friedliche Zwecke auf dem Gebiet der Weltraumforschung, der Weltraumtechnologie und ihrer weltraumtechnischen Anwendungen ... sicherzustellen und zu entwickeln."

Seit einigen Jahren ist aber vermehrt  auch von militärischen Zwecken die Rede.  Wolfgang Brunn, Vorstandsvorsitzender von MAN-Technologie, erzählt: "Es geht dabei um Macht und militärische Strategie". Auch der ehemalige deutsche Kanzler Schröder meinte im Februar 2001 bei der Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik: "Es (Galileo) hat also sowohl eine zivile als auch eine militärische Komponente." Ende 2006 räumt auch der französische Verkehrsminister Jaques Barrot die militärische Option des Satellitennavigationssystems Galileo ein.

Das Satellitennavigationssystem Galileo soll an die drei Milliarden Euro kosten. Finanziert wird dieses Projekt zur Hälfte von der ESA und zur Hälfte von den EU-Staaten. Der Hauptsitz von Galileo Industries – eine Tochterfirma des Rüstungsunternehmens EADS – wird in Ottobrunn bei München eingerichtet. (red)

Quellen 

Gerald Oberansmayr (2003): Die neue Triade der EU-Militarisierung: Weltraumrüstung, Raketenabwehr, Atomwaffen (Teil 1 Weltraumrüstung) - Galileo: "Es geht um Macht und militärische Strategie". guernica 4/2003, S. 1/2

Regina Hagen, Jürgen Scheffran (2001):  Weltraum – ein Instrument europäischer Macht?; Wissenschaft und Frieden 3/2001 (abgerufen am 04.02.2008)

Das militärische Potential von Galileo ist gigantisch. Guernica 1/2007 S. 4

Sponsoren Bundesministerium für Bildung und Frauen Stadt Salzburg Land Salzburg Berghof Foundation Elfi-Gmachl-Stiftung Youth in Action - Jugend in Aktion