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Spendenaufruf

Hauptschule Bibi Sarwari Sangeri in Kabul

Die aktuelle Situation in den Schulen Afghanistans und damit auch die Situation und Zukunft afghanischer Kinder und Familien sieht düster aus.

 

Hilfsgelder für den Wiederaufbau stehen zwar zur Verfügung, aber wohin diese fließen, ist nicht transparent. Vor kurzem gab es allerdings einen Protest von Seiten der LehrerInnen in Afghanistan gegen ihre Regierung. Der Grund liegt in der ausständigen Entlohnung ihrer Arbeit seit etwa drei Monaten. Dies lässt auf eine fehlende Initiative der Regierung bezüglich des Bildungswesens schließen. Dazu kommt noch, dass eine Krankenversicherung, wie wir sie kennen, in Afghanistan nicht existiert. Bei Erkrankung der LehrerInnen als auch SchülerInnen kommt es also zu langen Ausfällen des Unterrichts, da eine medizinische Behandlung für die wenigsten finanzierbar ist.

Durch den lang anhaltenden Kriegszustand in Afghanistan über 30 Jahre sind viele Frauen verwitwet und Kinder verwaist. Viele Familien können nur durch den zusätzlichen Verdienst den die Kinder erarbeiten überleben. Deshalb ist es vielen Kindern nicht möglich eine Schulausbildung zu absolvieren.

Mir Ghousuddin, Obmann des Afghanischen Kulturvereins in Österreich, ist im Mai 2008 nach Kabul gereist, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. Dabei hat er die Hauptschule Bibi Sarwari Sangeri im 11. Bezirk „Khirkhane" in Kabul besucht. Die Schule bringt 1500 Kinder unter - allerdings nicht in Schulklassen, sondern unter Zeltdächern. Dies ist unvorstellbar, wenn man von den aktuellen Temperaturen in Kabul zwischen 25 °- 40 ° C weiß.

Ein großes Problem stellt auch die Trinkwasserversorgung dar. Die SchülerInnen haben häufig weder in ihren Wohnunterkünften, noch in den Schulen die Möglichkeit, sauberes Wasser zu konsumieren. Das Wasser wird in dieser Schule in Boilern aufbewahrt, wo es tagelang der Hitze ausgesetzt ist. Dadurch entstehen Krankheitserreger und in weiterer Folge Erkrankungen die, wie bereits erwähnt, ein ernsthaftes Problem für die Bevölkerung bedeuten.

Um diese Schule zu unterstützen, ist es wichtig, den Lehrenden und SchülerInnen finanziell unter die Arme zu greifen. Durch die erwähnte Undurchsichtikeit der Verteilung von Hilfsgeldern von verschiedensten Seiten ist es besonders wichtig sicherzustellen, dass das gespendete Geld, auch an den richtigen Ort gelangt. Deshalb wird Mir Ghousuddin persönlich im Herbst 2008 nach Kabul reisen, um das Geld zu überreichen, welches durch diesen Spendenaufruf gesammelt werden kann. Weiters wird er die Verwendung dafür genau dokumentieren. Diese wird in erster Linie im Bau eines Wasserbrunnens liegen und, sofern die Möglichkeit besteht, auch in die Renovierung des Schulgebäudes sowie der Investition in Schulmaterialien für die Kinder.

Bis Ende des Sommersemesters 2008 wurde von den TeilnehmerInnen des Projektes "WhyWar.at-Afghanistan" ca. €1.500.- für dieses Projekt gesammelt und im August 2008 übergeben.

Wir danken für Ihre Spende

Spendenkonto "WhyWar.at"

Bank: Sparkasse Mittersill

BLZ: 20402

Kontonummer: 000 86975


Sponsoren Bundesministerium für Bildung und Frauen Stadt Salzburg Land Salzburg Berghof Foundation Elfi-Gmachl-Stiftung Youth in Action - Jugend in Aktion