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Rüstung

Während bis zur Wende in Europa 1989/90 das Gleichgewicht des Schreckens einer gegenseitigen Nuklearwaffenbedrohung zwischen Ost und West dominierte (1983 war ein theoretischer Overkill von 300 erreicht), kam es in der Folge zu einer geringen Minderung der weltweiten Rüstungsausgaben. Seit dem Jahr 2000 ist die Tendenz eindeutig wieder steigend.

Das Bedrohungspotenzial der Nuklearwaffen bleibt bestehen. Die wichtigsten Nuklearwaffenstaaten verweigern die laut Nicht-Verbreitungs-Vertrag vorgesehene Abrüstung und Vernichtung der Nuklearwaffen.
Dazu gekommen ist aber eine neue Hochrüstung hauptsächlich im Zusammenhang mit den Kriegen um Erdöl und Erdgas, also um die Vorherrschaft um die derzeit wichtigste Energiequelle.

Laut SIPRI wurden im Jahr 2006 1.158 Milliarden Dollar für Rüstung ausgegeben, fast die Hälfte davon (46 %) allein von den USA, gefolgt von Großbritannien und Frankreich mit je 5 %, China und Japan mit je 4 %, Deutschland, Russland, Italien und Saudi-Arabien mit je 3 %.

Zu einer Zeit, in der die Schere der ungerechten Güterverteilung zunimmt, lässt sich feststellen: Dort, wo Reichtum akkumuliert wurde und zunehmend wird, wird hochgerüstet, um diesen Reichtum mit aller Gewalt zu behalten. Die USA haben sich am stärksten vom Öl und von der nicht nachhaltigen Wirtschaft abhängig gemacht und sie verteidigen dieses System mit ihren Verbündeten am stärksten. Die Leidtragenden sind in erster Linie die Entwicklungsländer und die Länder, in denen die Kriege um die Rohstoffe stattfinden, z. B. der Irak und Sudan.

 Die Entwicklungsländer trifft das Elend oft dreifach:

  1. Krieg oder Bürgerkrieg und Vertreibung wegen der Rohstoffe
  2. Massenflucht mit allen Folgen
  3. Zunehmende Unbewohnbarkeit mancher Gebiete zusätzlich durch Klimaveränderungen (Beispiel: Sahelzone), wesentlich mitverursacht durch die Treibgase aus der Ölwirtschaft.

 (kr)

Links und Lesetipps:

Deutsche Friedensgesellschaft/Vereinigte KriegsdienstverweigerInnen

International Physicans for the Prevention ot Nuclear War

Informationsstelle Militarisierung e.V.

Werkstatt Frieden & Solidarität

AG Friedensforschung Universität Kassel

SIPRI

www.globalsecurity.org/military/world/spending.htm

http://www.imi-online.de/

Müller & Schörnig (2006). Rüstungsdynamik und Rüstungskontrolle. Eine exemplarische Einführung in die internationalen Beziehungen. Baden-Baden: Nomos.

H. Münkler (2003). Die neuen Kriege. Hamburg: Rowohlt.

Jonas Lanig&Redaktionsteam. Krieg ist keine Lösung!? Infos und Diskussionsmaterialien zum Irak-Konflikt. Verlag an der Ruhr. Mühlheim an der Ruhr, 2003

Welthaus Bielefeld. Misereor. DED, Entwicklungshindernis Gewalt. Ein Arbeitsbuch über neue Kriege und erzwungene Armut. Peter Hammer Verlag GmbH, Wuppertal 2006.

Bildquelle: www.sxc.hu


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