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Zivile Nutzung der Atomenergie

Am Beispiel: Tschernobyl

Am 26. April 1986 ereignete sich im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl eine Explosion, die eine der schlimmsten Umweltkatastrophen aller Zeiten zur Folge hatte. Die Folgen dieser Katastrophe sind bis in die Gegenwart wirksam.
  • Schon kurze Zeit nach der Katastrophe am 26. April 1986 wurde in der Ukraine eine starke Zunahme von Krankheiten auffällig, die mit der Fortpflanzung des Menschen einhergeht.
  • Nicht nur die Häufigkeit von Krebserkrankungen ist immens angestiegen (Schilddrüsenkrebs um mehr als das 30-fache erhöht), auch Jugenddiabetes ist im Vergleich zur Zeit vor der Katastrophe um das Dreifache angestiegen.
  • Laut WHO beteiligten sich bisher ca. 800.000 Menschen an den Aufräumarbeiten. Bis Ende 1999 sind schätzungsweise 50.000 dieser Liquidatoren an Strahlenschäden bzw. Suizid gestorben.

Die Daten werden unter Verschluss gehalten

Die UNO, die WHO, die EU, die Deutsche Bundesregierung und die Atomindustrie sammelten in der Tschernobyl-Region die medizinischen Daten, halten diese aber unter Verschluss.

  • Welche Auswirkungen hatten bzw. haben die Auswirkungen der Strahlenbelasung durch den Supergau in Tschernobyl bei uns?
  • Von 6. bis 7. September 2005 tagte die IAEO in Wien, um einen Konsens zwischen den UN-Organisationen über die Tschernobyl-Folgen herzustellen. Welche Erklärungen zu den Umwelt- und Gesundheitsfolgen legten sie fest?

Der Bericht "Chernobyl's Legacy: Health, Environmental and Socio-Economic Impacts" von IAEA, WHO und UN ist an Zynismus schwer zu übertreffen: Rechtzeitig vor dem bevorstehenden 20. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe werden Zahlen von 50 getöteten ArbeiterInnen aufgrund von akuter Strahlung sowie von insgesamt 4.000 Opfern in den Raum gestellt. Die Berechnungen beziehen sich dabei auf etwa 600.000 Personen, dies obwohl sich die Strahlung über fast ganz Europa hinzog. Daten, die nicht hundertprozentig wissenschaftlich nachvollziehbar waren, wurden evaluiert. Sämtliche Auswirkungen in den Ländern außerhalb von Belarus, Ukraine und Russland werden verschwiegen.

Übrigens: Der langsam zerbrechende "Sarkophag" um die Reaktorblöcke müsste dringend durch eine "Schutzhülle" ersetzt werden. Wer die enormen Kosten tragen soll, ist ungeklärt. Östlich der radioaktiv verstrahlten Regionen um Tschernobyl befinden sich noch weitere. Darunter sind militärische Sperrgebiete, die durch Atomtests, Lagerung und "Unfälle" ebenso verseucht sind. (mr)

Links und Lesetipps

Greenpeace International: www.greenpeace.org

Nuclear Free Future Award (München): www.nuclear-free.com

Plattform gegen Atomgefahren (PLAGE, Salzburg): www.plage.cc

World Information Service on Energy/ WISE (Amsterdam): www10.antenna.nl/wise

Quellen

Internationale Ärzte gegen Atomwaffen und für soziale Verantwortung/ IPPNW (D): www.ippnw.de

Antiatom Szene: Folgen von Tschernobyl

Bildquelle: www.renemt.de


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