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NATO

Die NATO (engl. North Atlantic Treaty Organization, dt. Nordatlantikpakt) ist ein 1949 gegründetes militärisches Bündnis europäischer und nordamerikanischer Staaten. Das NATO-Hauptquartier befindet sich in Brüssel.

 

Derzeit hat die NATO 28 Mitglieder: Albanien, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Island, Italien, Kanada, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn und die USA.

Das Gründungsmitglied Frankreich war von 1966 bis 2009 nicht in die Militärstrukturen der (stark von US-amerikanischen Interessen geleiteten) NATO integriert. Mit dem Austritt aus den NATO-Kommandostrukturen unter Präsident Charles de Gaulle sollte vor dem Hintergrund des Kalten Krieges die militärische Unabhängigkeit des Landes gewahrt werden. Nach dem Balkankonflikt Anfang der 1990er Jahre kam es zu einer Annäherung Frankreichs an die NATO. Beim NATO-Jubiläumsgipfel im April 2009 in Straßburg, Kehl und Baden-Baden verkündet der französische Präsident Sarkozy die umfassende Rückkehr Frankreichs in die NATO.

Historischer Hintergrund 

Historischer Hintergrund der Gründung des Nordatlantikpaktes war der Kalte Krieg. Durch Abschreckung, Aufrüstung und ständige Verteidigungsbereitschaft sollte die Sicherheit der Mitgliedsländer garantiert werden. Der sogenannte Warschauer Pakt, der 1955 in Kraft trat, war das Gegenstück zur NATO im Ost-West-Konflikt. Das Militärbündnis des Ostblocks unter der Führung der Sowjetunion wurde 1991 mit dem Zerfall der UdSSR aufgelöst. Mit dem Ende des Kalten Krieges veränderte sich das sicherheitspolitische Umfeld der NATO grundlegend. 1999 kam es zur ersten NATO-Osterweiterung: Tschechien, Polen und Ungarn traten der NATO bei. 2004 folgten Estland, Lettland, Litauen, Bulgarien, Rumänien, Slowenien und die Slowakei. 2009 wurden Albanien und Kroatien aufgenommen.

Aufbau 

Der Nordatlantikrat, das oberste Gremium der NATO, hat seinen Sitz in Brüssel. Diesem unterstellt ist der Militärausschuss, das höchste militärische Organ der NATO. 2009 löst der ehemalige dänische Premierminister Anders Fogh Rasmussen den Niederländer Jaap de Hoop Scheffer als amtierender Generalsekretär ab.

Nordatlantikvertrag 

In Artikel 5 des Vertrags wird der Bündnisfall definiert: Für den Fall des bewaffneten Angriffs auf eines der Mitglieder verpflichtet der Vertrag die übrigen Mitgliedsstaaten zur sogenannten kollektiven Selbstverteidigung. Kern der NATO ist damit die militärische Beistandspflicht: Die Mitgliedsstaaten sind verpflichtet, in einen Krieg einzutreten, den der jeweilige Bündnispartner führt, bzw. einen Krieg zum Schutz dieses Bündnispartners zu beginnen.

NATO heute

Das neue strategische Konzept der NATO brachte eine grundlegende Änderung mit sich: Zur präventiven Gefahrenabwehr sollen militärische Operationen auch außerhalb des NATO-Gebietes möglich sein. Man spricht von sogenannten "Out-of-Area-Einsätzen". Diese Regelung geht über den ursprünglichen Verteidigungsauftrag hinaus. Die NATO greift heute auch in internationalen Konflikten ein, bei denen kein Mitgliedstaat unmittelbar als Konfliktpartei beteiligt ist. Außerdem interveniert die NATO auch ohne Mandat der Vereinten Nationen in Krisengebieten. Über die 1994 ins Leben gerufene "Partnerschaft für den Frieden" (engl. Partnership for Peace, PfP) kann die NATO mit Nicht-Mitgliedern gemeinsameTruppenmanövern oder friedenserhaltenden Missionen durchführen. Zu diesen so genannten PfP-Staaten zählt auch Österreich. (red)

Quellen

Wikipedia: Bündnisfall, (abgerufen am 26.10.2009).

Wikipedia NATO, (abgerufen am 26.10.2009).

NATO offizielle Homepage, (abgerufen am 26.10.2009).

Sarkozy zelebriert Frankreichs volle Rückkehr in die NATO, ARD Tagesschau, (abgerufen am 26.10.2009).

Bilquelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:NATO_expansion.png (abgerufen am 16.1.2010).
 


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