Projekte

Aktuelles:

Pioniri

Startseite Ursachen Militärische Aspekte Rüstung und Krieg  

Mini Nukes

Mini Nukes (dirty bombs) bestehen aus einem Sprengsatz, der bei der Explosion entweder radioaktives Material oder biologische oder chemische Stoffe in der Umgebung verteilt. Der Sprengsatz ist darauf konstruiert, die Substanzen zu zerstäuben und weiträumig auszustreuen.

Zum Beispiel:  Bunker Buster

Die Militär-Doktrin der USA aus dem Jahre 2005 sieht unter bestimmten Szenarien den Erstschlag mit Atomwaffen vor, inbesondere im Kampf gegen den Terrorismus – auch gegen Länder, die keine Nuklearwaffen besitzen. Eine neue Generation von Atomwaffen soll den Nuklearwaffeneinsatz mit geringen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt, so die Annahme der Militärs, möglich machen. Ziel ist es, tief in der Erde versteckte und befestigte Anlagen zu zerstören.

Mini Nukes sind Atomwaffen mit einer Sprengkraft unter fünf Kilotonnen (1 Kilotonne = 1.000 Tonnen herkömmlicher Sprengstoff  TNT). Dafür werden in den USA bereits vorhandene Atomsprengköpfe für eine variable Sprengkraft von 0,3 bis 340 Kilotonnen konfiguriert und für einen erdeindringenden Einsatz tauglich gemacht.

Bunker Buster (Bunkerbrechende Bomben) gibt es bereits im konventionellen Bereich. Nun sollen dafür auch nukleare Bunkerbrecher entwickelt werden, teilweise mit großer Sprengkraft. Ziel ist es, unterirdisch vermutete Anlagen, insbesondere Lager von Massenvernichtungswaffen (z. B. chemische Waffen), zu zerstören. Die eindringende Spitze der Waffe wird vermutlich mit abgereichertem Uran gehärtet.

Die Aussage der Militärs, die neuen Waffen wären mit nur "minimalen Kollateralschäden" einsetzbar, widerlegen seriöse wissenschaftliche Studien. Die derzeit nur wenige Meter in die Erde eindringenden Bomben verursachen erhebliche Mengen an radioaktiv verseuchten Staub und tödlicher Strahlung. Ebenso muss mit einer hohen Anzahl menschlicher Opfer gerechnet werden. Erst bei mehr als 100 Metern Eindringtiefe können die Auswirkungen begrenzt werden. Dies ist derzeit technisch gesehen jedoch nicht möglich. Offen bleibt weiters die Fragen, ob die erforderliche Zielgenauigkeit der Mini Nukes erreicht werden kann. (ms)

Quellen und Links:

International Physicans for the Prevention ot Nuclear War (abgerufen am 16.1.2010)

AG Friedensforschung Universität Kassel (abgerufen am 16.1.2010)

Bildquelle: commons.wikimedia.org (abgerufen am 16.1.2010)


Sponsoren Bundesministerium für Bildung und Frauen Stadt Salzburg Land Salzburg Berghof Foundation Elfi-Gmachl-Stiftung Youth in Action - Jugend in Aktion