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Leserbrief

BleistiftSchreib einen Leserbrief an eine Zeitung oder Zeitschrift. Diese werden häufig von vielen Menschen mit Interesse gelesen, weil hier Dinge meist kritischer angesprochen werden als in Zeitungsartikeln selbst.

Folgende Dinge solltest du beachten:

  • Ist das Thema, über das du schreiben möchtest, aktuell und wichtig?
  • Hast du dich knapp und klar ausgedrückt?
  • Ist dein Brief sachlich gehalten?
  • Hast du dich mit Name und Adresse zu deinem Artikel bekannt?

Am Beispiel: Leserbrief der Ethikgruppe Annahof

Drohende Abschiebung ständig präsent!
In der Ethikstunde haben wir über die Situation von AusländerInnen in Österreich gesprochen und uns konkret mit der Familie Zogaj auseinandergesetzt, über die ständig im Fernsehen und in den Zeitungen berichtet wurde. Im Lauf des Gesprächs haben wir erfahren, dass sich eine Mitschülerin unserer Klasse in einer ähnlichen Situation befindet. Sie wurde in Österreich geboren, hat dann für ein Jahr im Kosovo, dem Heimatland ihrer Eltern, gelebt, bis die Famile wegen des Kriegs nach Österreich geflüchtet ist.
Erst jetzt wurde uns so richtig klar, was es bedeutet, mit der Gefahr einer Abschiebung leben zu müssen. Ein Leben in ständiger Unsicherheit hat fatale Auswirkungen: Die heute Sechzehnjährige weiß nicht, ob sie ihre Ausbildung abschließen und ihre Zukunftspläne in Österreich verwirklichen kann. All ihre FreundInnen und Bekannten leben hier, mit dem Kosovo verbindet sie nur furchtbare Erinnerungen an den Krieg. Für sie ist Österreich ihre Heimat und der Kosovo ein fremder Ort, an den sie nicht zurückkehren will. Ihre Eltern sind zum "Nichtstun" verdammt, weil sie als Asylwerber keine Arbeitserlaubnis bekommen. Sie würden nichts lieber tun, als sich selbst um den Unterhalt der Familie kümmern und ihren Kindern Wünsche erfüllen zu konnen. Stattdessen verbringen sie die Zeit mit Warten und werden immer wieder auf später vertröstet. Diese Situatiion wird von der ganzen Familie als große Belastung erlebt. Wir finden, dass diese lange Zeit der Unsicherheit niemandem zumutbar ist. Wie kann man an solchen Gesetzen festhalten, wenn sie so viel Leid verursachen?

Ethikgruppe der 1FM, HBLA Annahof (Salzburger Nachrichten, 8. November 2007, S. 18)

Quelle

Bildquelle: stock.xchng


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