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Kultursensitive Konfliktbearbeitung

Am Beispiel:

Sri Lanka

Konflikt- und Kultursensitivität bedeutet im Allgemeinen, den Kontext zu verstehen, in dem man arbeitet und somit auch eingreift. Sie bedeutet auch, die Zusammenhänge zwischen dem Kontext und der Intervention zu verstehen. Das Ziel ist, negative Auswirkungen zu minimieren und positive Auswirkungen zu maximieren, sodass vorhandene Gewalt entschärft wird und der weiteren Eskalation entgegengewirkt wird.

Interreligiöse ZeremonieDer Kontext bedeutet das geografische und soziale Umfeld, wo der Konflikt existiert und in welchem gearbeitet wird. Er umfasst die Akteure, die Gründe für den/die Konflikt/e und die Dynamik innerhalb des Konfliktes. Es gibt verschiedene Arten von Interventionen: Humanitäre Einsätze sollen schnell das menschliche Leid lindern und sind daher vor allem kurzfristig geplant. Sie werden meist von großen internationalen Organisationen durchgeführt, wenn Regierungen und Organisationen vor Ort nicht helfen können oder wollen. Dann gibt es so genannte Entwicklungsprojekte: längerfristige Projekte, um die sozialen, politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Lebensumstände der betroffenen Bevölkerung zu verbessern. Und es gibt auch noch friedensfärdernde Initiativen („Peacebuilding"), welche darauf abzielen, Beziehungen zwischen verfeindeten Gruppen zu verbessern oder wieder zu ermöglichen und politische, soziale und/oder kulturelle Institutionen zu stärken, um im Konflikt hilfreich zu vermitteln. Eine Intervention kann in kleinem Rahmen geschehen (wie zum Beispiel der Bau eines Brunnens) oder auf höchster politischer Ebene (wie Friedensverhandlungen und Waffenstillstandsabkommen).

Ohne eine vorherige umfangreiche Analyse der Konfliktsituation durchzuführen, kann eine noch so gut gemeinte Aktion großen Schaden verursachen und zu einer Verschärfung der Situation beitragen. (er)

Links und Lesetipps:

IICP (Institute for Integrative Conflict Transformation and Peacebuilding) (abgerufen am 13.5. 2010)

Jacob Bercovitch (1996): Resolving International Conflicts. London: Lynne Rienner Publishers.

Pat K. Chew (o.J.): The Conflict and Culture Reader. New York: N.Y. University Press.

Elias J. Jabbour (1996): Sulha. Palestinian Traditional Peacemaking Process. Shefar'Am: House of Hope Publications.

Kim Y. Gudykunst (2000): Theories in intercultural communication. In: International Journal of Intercultural Relations, Nr. 24.

Günter Gugel/Uli Jäger (1999): Global Handeln für Frieden und Entwicklung. Voraussetzungen, Ansätze, Beispiele. Tübingen: Verein für Friedenspädagogik Tübingen e. V.


Sponsoren Bundesministerium für Bildung und Frauen Stadt Salzburg Land Salzburg Berghof Foundation Elfi-Gmachl-Stiftung Youth in Action - Jugend in Aktion