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Kleinwaffen

Kleinwaffen sind Waffen, die von einer Person getragen werden können. Sie gehören zu den bedeutendsten Kampfmitteln in Bürgerkriegen, da sie billig, wenig störanfällig, leicht bedienbar und langlebig sowie einfach zu beschaffen sind.

Zum Beispiel: Steyr-Waffen in den Iran

Steyr Mannlicher ist eine österreichische Waffenproduktionsfirma, die ihre Produkte international exportiert.

Export von Steyr-Waffen 

Im Jahr 2004 wurde über heimische Medien bekannt, dass die Firma Steyr Mannlicher eine Exportgenehmigung der damaligen österreichischen Bundesregierung für den Verkauf von 800 Gewehren an den Iran bekommen hatte. Die Schusswaffen waren zur Bekämpfung der Drogenkriminalität sowie zur Sicherung der iranischen Grenzen bestimmt. Das mehrere tausend Euro teure und über zwölf Kilogramm schwere Präzisionsgewehr hat eine Reichweite von bis zu 2.000 Metern. Es können damit Splitterschutzwesten und sogar Panzerungen durchbrochen werden. Laut Steyr-Mannlicher-Chef  Wolfgang Fürlinger ist "der Iran ein Zukunftsmarkt und für Steyr Mannlicher ein gutes Geschäft."   

Embargo gegen Steyr-Waffen

Sowohl die amerikanische, als auch die britische Regierung befürchteten damals, dass die Gewehre vom Iran in den Irak gelangen könnten und von Terrororganisationen für Anschläge gegen dort stationierte Besatzungstruppen eingesetzt werden könnten. Am 23. Dezember 2005 verhängte die US-Regierung deshalb ein Embargo gegen Produkte des Unternehmens Steyr Mannlicher, welches Ende 2007 endete. Trotzdem bleibt die Waffe StG77 bzw. AUG (Armee Universalgewehr), welche von vielen Armeen weltweit eingesetzt wurde, vom US-Markt ausgeschlossen. Die Firma Steyr Mannlicher, die über einen sehr guten Ruf in den USA verfügt, überlegte in Folge die Waffenproduktion in den USA selbst auszubauen. Aufgrund der strengen österreichischen Exportgesetze hatte die Firma mehrmals Probleme mit Waffenlieferungen ins Ausland.

Nach dem Fund von rund hundert Scharfschützengewehren vom Typ Steyr Mannlicher HS50 bei Razzien amerikanischer Truppen im Irak wird befürchtet, dass diese Teil der 800 an den Iran gelieferten Waffen sein könnten. Die Firma brachte zu ihrer Verteidigung ein, dass die Lizenz international seit Jahren bereits abgelaufen sei und die Waffe in mehreren Ländern weltweit nachgebaut werden könnte.

Die Exportgenehmigungen der 800 Gewehre seien, so die österreichische Außenamtssprecherin, "auf der Basis der österreichischen Rechtslage legal und korrekt erstellt worden. In den darauffolgenden Jahren habe es keine Bewilligungen von Exportanträgen mehr gegeben, weil sich die Situation im Iran geändert habe."    (red)

Links und Lesetipps:

International Physicans for the Prevention of Nuclear War (abgerufen am 20.12.2009)

Informationsstelle Militarisierung e.V. (abgerufen am 20.12.2009)

Werkstatt Frieden & Solidarität (abgerufen am 20.12.2009)

AG Friedensforschung Universität Kassel: Kleinwaffen (abgerufen am 20.12.2009)

SIPRI: Waffenhandel (abgerufen am 20.12.2009)

UNDP Small Arms and Light Weapons Control (SALW) (abgerufen am 20.12.2009)

 Small Arms Survey (abgerufen am 20.12.2009)

 International Action Network on Small Arms (abgerufen am 20.12.2009)

Quellen:

Standard, Hagbart: Steyr News: Steyr Mannlicher liefert Waffen an Iran!; Bearbeitungsstand: 2.9.2005 (abgerufen am 04.01.2008)

Presse, Rief Norbert: Steyr-Mannlicher: Waffenproduktion in den USA? Bearbeitungsstand: 20.6.2007 (abgerufen am 04.01.2008)

Wikipedia: Steyr HS. 50; Bearbeitungsstand: 25.11.2007, 13:53 UTC (abgerufen am 04.01.2007)

ORF news: Lizenz bereits abgelaufen Steyr Mannlicher und Ministerien; (abgerufen am 04.01.2008)


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