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Internationaler Währungsfonds

Der IWF (Internationaler Währungsfonds) wurde 1944 gegründet. Er ist eine Sonderorganisation der UNO mit Sitz in Washington. Der IWF hat derzeit 186 Mitgliedsstaaten (Stand: Jänner 2010). 

Die Konferenz von Bretton Woods (eine Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire) im Jahr 1944 über den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems legte den Grundstein für IWF und Weltbank. Sie werden deshalb auch als Bretton-Woods-Institutionen bezeichnet.

Aufgaben 

Die Hauptaufgaben des IWF sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, die Ausweitung des Welthandels, die Kreditvergabe und Entwicklungszusammenarbeit.

Die Kredite werden unter bestimmten Auflagen an Staaten, die wirtschaftliche Probleme haben, vergeben. Die Kürzung der Staatsausgaben, die Steigerung des Exports und die Liberalisierung öffentlicher Dienste gehören zu den von Seiten des IWF auferlegten Bedingungen. Im Rahmen dieser sogenannten Strukturanpassungsprogramme werden öffentliche Einrichtungen (z. B. die Gesundheits- und Wasserversorgung) privatisiert.

Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika unterstützt der IWF nicht nur mit Krediten, sondern auch durch direkte Geldhilfen der Mitgliedsländer. Auch hier ist die  Geldvergabe an verschiedene Bedingungen wie Good Governance (Korruptionsabbau, Demokratie usw.) und Liberalisierung geknüpft.

Stimmverteilung 

Das Stimmrecht der Mitgliedsländer ist nach ihrem Kapitalanteil gewichtet. So hat die USA einen Stimmanteil von 17 Prozent, die EU (mit 25 Mitgliedsländern) verfügt über 32 Prozent der Stimmen. Die Beschlüsse des IWF müssen mit einer Mehrheit von 85 Prozent getroffen werden, die USA und die EU verfügen über eine Sperrminorität.

Leitung

Während der Direktor der Weltbank gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den USA und Europa von einem US-Amerikaner besetzt wird, kommt der Direktor des IWF traditionell aus Europa. Amtierender Direktor ist der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn.

Kritik

Kritisiert wird die neoliberale Ausrichtung des IWF. Der an die Kreditbewilligung gekoppelte Zwang zur Privatisierung führt in vielen Fällen zu einer Verschlechterung der Grundversorgung der Bevölkerung. So fallen elementare Bereiche wie die Wasserversorgung oder das Bildungswesen unter die Kontrolle internationaler Konzerne, die nach ihrer eigenen Profitmaximierung streben.

Insbesondere asiatische Schwellenländer kritisieren die Dominanz der USA und Europas im IWF. Die Stimmverteilung entspricht nicht mehr den wirtschaftlichen Realitäten des 21. Jahrhunderts. So hat z. B. Frankreich mehr Stimmen im IWF als China, die Schweiz oder Belgien haben mehr Gewicht als das große Schwellenland Brasilien. Eine grundlegende Änderung der Stimmverteilung scheiterte bislang am Widerstand der EuropäerInnen. (red)

Quellen

Wikipedia: IWF (abgerufen am 4.1.2010)

International Monetary Fund – IMF (IWF) (abgerufen am 4.1.2010)


Sponsoren Bundesministerium für Bildung und Frauen Stadt Salzburg Land Salzburg Berghof Foundation Elfi-Gmachl-Stiftung Youth in Action - Jugend in Aktion