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IAEO

IAEODie IAEO (dt. Internationale Atomenergieorganisation; engl. IAEA) wurde am 29. Juli 1957 im Rahmen des "Atoms-for-Peace"-Programms der Vereinten Nationen gegründet.

Sie ist eine eigene, wissenschaftliche, technische Organisation, die mit den Vereinten Nationen durch ein Sonderabkommen verbunden ist. Das Ziel der Organisation ist die Förderung der friedlichen Nutzung von Kernenergie und ihrer Anwendung. Gleichzeitig soll die militärische Nutzung von Kernenergie verhindert und kontrolliert werden. Die IAEO betreibt außerdem zwei eigene Kernforschungszentren. Der Verwaltungssitz der Organisation befindet sich in Wien. Langjähriger Generaldirektor war der ägyptische Friedensnobelpreisträger Mohamed El-Baradei - ab Dezember 2009 wird das Amt der japanische Abrüstungs- und Nuklearexperte Yukiya Amano übernehmen.

Zum Beispiel: Die IAEO im Iran

Der Iran gehört zu den Unterzeichnerstaaten des Atomwaffensperrvertrages und darf demnach Atomenergie nutzen, solange diese friedlichen Zwecken dient. Seit 2003 ist die IAEO aufgrund eines weiteren, vom Iran unterzeichneten Protokolls befugt, Inspektionen in den Uranproduktionsstätten durchzuführen.

Die USA und Israel äußerten 2005 den Verdacht, dass der Iran ein illegales Atomwaffenprogramm betreibe. Dabei beteuerte der Iran, dass die Urananreicherung ausschließlich der Reaktornutzung diene und nicht dem Bau von Atomwaffen.

Darauffolgende Untersuchungen der IAEO im Jahre 2006 ergaben, dass der Iran mehr Uran angereichert habe und Anlagen betreibe als er dürfte, jedoch das Uran nicht für Atombomben anreichere. Unklarheiten entstanden, als weitere Anlagen entdeckt wurden, die offiziell nicht bekannt waren, und als der Iran der IAEO den Zugang zu verdächtigen Einrichtungen verweigerte. Es wurden außerdem Vorwürfe geäußert, dass der Iran bereits einen Atomtest durchgeführt haben soll.

Aufgrund dessen forderte die IAEO 2007 die Einstellung des iranischen Atomwaffenprogramms und der Urananreicherung, die der Iran aber nicht befolgte. Die USA kündigte Sanktionen an, Israel diskutierte die Zerstörung der Anlagen im Iran. Die EU versuchte zu vermitteln, während Russland und China überzeugt waren, dass der Iran kein Atomwaffenprogramm entwickelt habe. In Folge wurden Güterembargos verhängt. Dabei handelte es sich um jene Güter, die der Entwicklung eines Atomwaffenprogramms dienen könnten.

Trotz fester Überzeugung seitens der USA, dass der Iran ein Atomwaffenprogramm besitzt, gibt es bis heute keine stichhaltigen Beweise. Die USA und Israel forderten die Behandlung des Falles im UN-Sicherheitsrates. Der Iran wiederum drohte mit der Kündigung des Atomwaffensperrvertrages. (red)

Quellen

Atomwaffen A–Z: Iran, (abgerufen am 25.10.2009).

Agenda 21: Iran-Konflikt/Atomprogramm, (abgerufen am 25.10.2009).

IAEA offizielle Homepage, (abgerufen am 26.10.2009).

IAEA Dokument, (abgerufen am 26.10.2009).

Bild: Flagge der IAEO (Wikipedia Commons), (abgerufen am 25.10.2009).


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