Projekte

Aktuelles:

Pioniri

Startseite Folgen Mensch, Politik und Gesellschaft  

Warum fliehen Menschen?

Zumeist sind es schwerwiegende Faktoren, welche Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat treiben. Solche Faktoren können wirtschaftlicher Natur und die Aussicht auf ein besseres Leben anderswo sein. Häufig sind es aber religiöse und ethnische Verfolgungen von Minderheiten, welche Menschen letztlich dazu bringen, diese Entscheidung zu treffen. Meist wird die Flucht nur als letzter möglicher Ausweg gesehen.

Wer ist ein Flüchtling?

Um offiziell als Flüchtling anerkannt zu werden und damit Sicherheit vor Abschiebung oder ähnlichem zu genießen, braucht es völkerrechtliche Anerkennung des Status' eines Flüchtlings. Man nennt solche Menschen oft Konventionsflüchtlinge. Nach der Genfer Konvention von 1951 bzw. in der Ergänzung von 1967 wird ein Flüchtling folgendermaßen definiert: Es handelt sich dabei um einen Menschen, der

"sich aus begründeter Furcht vor Verfolgung wegen seiner Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gesellschaftsgruppe oder politischen Meinung außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit er besitzt, und der nicht imstande oder infolge dieser Furcht oder aus anderen zwingenden Gründen nicht gewillt ist, sich unter den Schutz dieses Landes zu stellen ..."

Auffälliger an dieser Definition ist, dass sie beispielsweise Flucht vor Krieg nicht berücksichtigt. Es wurde jedoch im Laufe der Zeit ein erweiterter Flüchtlingsbegriff eingeführt, welcher Menschen mit einschließt, "die vor äußerer Aggression, Besetzung, Fremdherrschaft oder Ereignissen, die die öffentliche Ordnung ernsthaft stören",  fliehen. Gar nicht vom Völkerrecht erfasst sind hingegen noch immer sogenannte Umwelt- und Wirtschaftsflüchtlinge. Über die Erweiterung des Flüchtlingsbegriffes auf der Flucht vor sozialen und wirtschaftlichen Faktoren, herrscht jedoch noch Uneinigkeit.

Nach Angaben des UNHCR (das UN-Flüchtlingshochkommissariat) gab es Ende 2005 auf der Welt knappe 21 Millionen Flüchtlinge, Vertriebene und Heimatlose, welche sich wie folgt aufgliederten:

Nach einer Statistik vom 1. Jänner 2007 zählt die UN sogar knapp 33 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene, wobei die tatsächliche Zahl sogar eher noch höher eingeschätzt wird. Die relative Größe der einzelnen Gruppen blieb aber ähnlich. Auffällig ist, dass nur etwa 40 % als "klassische" Flüchtlinge gelten.

Fast 32 % umfasst die Gruppe der sogenannten Binnenvertriebenen, welche lange Zeit in keiner Statistik aufschienen und auch heute noch kaum erfassbar sind. Schätzungen reichen bis zu 22 Millionen Menschen in etwa 50 Staaten. Es handelt sich hier in der Regel um Menschen, welche aufgrund von Krieg, Konflikten oder Umweltproblemen ihre Heimatorte verlassen haben und anderswo Schutz suchen.

Der Begriff der "Boat People" entstand vor etwa 35 Jahren während des Vietnamkriegs. Heute bezeichnet er in erster Linie jene Menschen, welche in kleinen Booten versuchen, aus afrikanischen Staaten nach Europa, im Besonderen auf die Kanarischen Inseln, zu gelangen. (red)

Links, Film- und Lesetipps

UNHCR

Ärzte ohne Grenzen

HRW 

Proasyl

Schweizerische Flüchtlingshilfe

Asylkoordination

Caritas

Diakonie

SOS Mitmensch

DVD: Nima. Regie: Annelies Kruk. 17min. Niederlande 2004. Zu entlehnen bei www.baobab.at

DVD: Gute Arbeit. Hrsg.: Initiative Minderheiten/Peregrina. Österreich 2004. Zu entlehnen bei: http://www.baobab.at/

DVD: Hop. Regie: Dominique Standaert. Hrsg.: Berlinale Edition. Belgien 2002. Zu entlehnen bei: http://www.baobab.at/

DVD: Mit den Augen eines Flüchtlingskindes. Regie: Susan Gluth. Hrsg.: EZEF. Deutschland 2005. Zu entlehnen bei: http://www.baobab.at/

DVD: Hab und Gut in aller Welt. Flüchtlinge in Uganda. Regie: Gerlinde Böhm. Hrsg.: BAOBA/Filme für eine Welt(EZEF. Deutschland 2003. Zu entlehnen bei: http://www.baobab.at/

DVD: Und dann wurde ich ausgeschafft: Regie: Margrit R. Schmid. Hrsg.: Filme für eine Welt. Schweis 2001. Zu entlehnen bei: http://www.baobab.at/

DVD: Flüchtlinge schützen. UNHCR 2004. Zu entlehnen bei www.baobab.at

Christian Graf-Zumsteg.  Was Menschen bewegt. Fotomappe. Bern: schulverlag blmv AG, 2005

CD-ROM: Globalisierung. DGB Bildungswerk e. V (Hsgr.) 2001

 

 

Quellen

UNHCR-Statistik, 2007: www.unhcr.at/uploads/media/AufEinenBlick2007.pdf (PDF)

Grafik-Quelle: UNHCR


Sponsoren Bundesministerium für Bildung und Frauen Stadt Salzburg Land Salzburg Berghof Foundation Elfi-Gmachl-Stiftung Youth in Action - Jugend in Aktion