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Startseite Was ist Krieg? Völkerrecht Recht im Krieg  

Erlaubte Kriegshandlungen

Das humanitäre Völkerrecht geht von der Realität des Krieges aus, d. h., dass der Feind getötet und dass zerstört werden darf. Es baut dabei aber auf zwei wichtigen Prinzipien auf:

Unterscheidungsprinzip

Die Konfliktparteien müssen immer zwischen Zivilbevölkerung und zivilen Objekten einerseits und Militär und militärischen Einrichtungen andererseits unterscheiden. Weder die Zivilbevölkerung als Ganzes noch einzelne Zivilisten dürfen angegriffen werden. Angriffe sind nur gegen militärische Ziele oder Personen erlaubt, die an den Kampfhandlungen teilnehmen.

Verhältnismäßigkeit

Die militärische Führung muss Kampfmethoden und Mittel so wählen, dass unnötiges Leid und unnötige Verluste verhindert werden.

Zum Beispiel: Falkland

FalklandinselnArgentinien besetzte Anfang April 1982 die zu Großbritannien gehörenden Falklandinseln/Islas Malvinas, eine Inselgruppe vor der südargentinischen Küste. Mitte Juni endeten die Kämpfe mit einem Sieg Großbritanniens.

Etwa 950 Personen kamen bei den Kämpfen ums Leben, nahezu ausschließlich Soldaten. Die meisten Todesopfer, über 300 Menschen, forderte die Versenkung des argentinischen Kreuzers "General Belgrano".

Die Zahl der getöteten Zivilisten lag so niedrig, dass man von der Einhaltung des Unterscheidungsprinzips (s. o.) ausgehen kann. Auch die Versenkung der "General Belgrano" dürfte trotz der hohen Zahl an Toten noch dem Verhältnismäßigkeitsprinzip entsprochen haben, da es sich um ein Kriegsschiff im Kampfeinsatz gehandelt hat.

Die Kosten des Militäreinsatzes waren für Großbritannien beträchtlich. Überlegen Sie, welche Interessen Großbritannien mit dieser weit entfernten, flächenmäßig unbedeutenden Inselgruppe verknüpfen könnte (s. auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Falklandinseln).

 (rc)

Links und Lesetipps

www.falklandkrieg.de

Wikipedia: Falklandkrieg

Bildquelle: Wikipedia


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