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Diplomatie

Am Beispiel:

Nordkorea

"Diplomatie ist die Kunst und Praxis im Leiten von Verhandlungen zwischen bevollmächtigten Repräsentanten verschiedener Gruppen oder Nationen (Diplomaten). Der Begriff bezieht sich meist auf die internationale Diplomatie, also die Pflege zwischenstaatlicher und überstaatlicher Beziehungen durch Absprachen über Angelegenheiten wie Friedenssicherung, Kultur, Wirtschaft, Handel und Konflikte. Internationale Verträge werden normalerweise von Diplomaten im Sinne von nationalen Politikern ausgehandelt."  
  • Die traditionelle, offizielle Diplomatie (Track I-Diplomacy) umfasst Initiativen von Staaten und von internationalen Organisationen in einem Konflikt. Diese klassischen AkteurInnen setzen auf jene Instrumente, auf die sie direkten Einfluss haben, wie etwa die militärischen Kräfte. Sie laufen dabei aber Gefahr, die Konfliktparteien als Verbündete, Feinde oder Neutrale zu klassifizieren. Durch solche Interventionen können vor dem Hintergrund staatlicher Interessen Konflikte deformiert und ihre Umwandlung in einen friedlichen Prozess erschwert werden.
  • Die Track II-Diplomacy wird von NGOs, Individuen (z.B. kirchliche Führer oder ehemalige politische EntscheidungsträgerInnen) oder Vereinen geleitet. Diese Akteure verfügen über keine offizielle Funktion, sie können aber dank ihrer Persönlichkeit in einem Konflikt intervenieren. Eine Variante dieser Form der Diplomatie ist das Konzept des "problem-solving workshop", mit dem Ziel, die RepräsentantInnen der Konfliktparteien in einem privaten und inoffiziellen Umfeld zu einer unmittelbaren Zusammenarbeit zu bringen.
  • Track III-IX oder Multi-Track-Diplomacy ist eine Erweiterung der Track II-Diplomacy durch dritte Personen aus Gesellschaftsbereichen, die sich mit den jeweiligen sozialen Konflikten überschneiden (beispielsweise Wirtschaft, Privatpersonen, Forschung, Bildungswesen, Religion, Stiftung und Öffentlichkeit). Die Konfliktbearbeitung basiert in diesem Fall auf allen Säulen, die parallel und umfassend durchgeführt werden sollten. (ln)

Links und Lesetipps

www.erdkunde-wissen.de/service/diplomatie (abgerufen am 30.12.2009)

Bund für Soziale Verteidigung (abgerufen am 30.12.2009)

Wissenschaft & Frieden (abgerufen am 30.12.2009)

Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (abgerufen am 30.12.2009)

Österreichisches Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (abgerufen am 30.12.2009)

Quellen

Gert Sommer, Albert Fuchs (Hg.): Krieg und Frieden. Handbuch der Konflikt- und Friedenspsychologie. Weinheim, Basel, Berlin: Beltz-Verlag, 2004.

Karlheinz Koppe: Geschichte der Friedens- und Konfliktforschung. In: Peter Imbusch, Ralf Zoll (Hg.): Friedens- und Konfliktforschung. Opladen: Leske + Budrich, 1999.


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