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Uranwaffen – Depleted Uranium (DU)

Beim Aufprall und Verbrennen von Uranwaffen (Geschosse, Bomben, Lenkwaffen usw.) entstehen keramische Aerosole – Nano-Partikel – die durch Wind und Wasser weitergetragen werden. Auch lange nach Ende der Kampfhandlungen eingeatmet, entfalten sie im Körperinneren ihre zellschädigende Strahlenwirkung und Schwermetallvergiftungen: vor allem Missbildungen bei Neugeborenen, Leukämie und andere Krebsarten, Hauterkrankungen, Immunschwäche, genetische Defekte, weiters Schäden bei Tieren und Pflanzen für unabsehbare Zeit.

ZivilistInnen und Militärs sind direkte Opfer im Irak, in Afghanistan, Somalia, Bosnien, Serbien, Palästina, im Kosovo und im Libanon. Die durch Luftströmungen in der Atmosphäre verbreiteten Nano-Partikel gefährden damit Lebewesen auf der gesamten Erde. Zusätzlich werden thermobarische Waffen und "Strahlenkanonen" getestet und eingesetzt.

Zum Beispiel: Balkanregionen

Am 7. Februar 2000 räumte NATO-Generalsekretär George Robertson offiziell ein, dass die Streitkräfte des Paktes während des 78-tägigen Krieges gegen Jugoslawien 31.000 DU-Geschosse abgefeuert hatten. Das entspräche einer Menge von 10,5 Tonnen Uran. Andere Schätzungen liegen weit höher (Jürgen Elsässer). Nach Kriegsende untersuchte die Weltgesundheitsorganisation WHO die Kriegsgebiete Serbien (v. a. Kosovo) und Bosnien, musste aber unter Druck der Internationalen Atomenergieorganisation IAEO ihre Untersuchungsergebnisse abschwächen. Sollte die Region als "ungefährlich" erklärt werden, damit die Wirtschaft ungehindert wieder aufgebaut und die Flüchtlinge zurückkehren können bzw. müssen?

Späte Einsichten in der UNO

Als völkerrechtswidrige Massenvernichtungswaffen fallen die Uranwaffen unter das Verbot der 2. Haager Deklaration von 1899, weil sie zivile Personen und Objekte sowie die Umwelt schädigen. Das Völkerrecht verlangt von allen Staaten, deren Einsatz zu verhindern. Nach jahrelangen Protesten von Friedensinitiativen haben 136 Staaten am 5.12.2007 in der UNO-Generalversammlung beschlossen, die Gefährlichkeit von DU-Waffen zu untersuchen und die Anwendung zu verbieten. Die RegierungsvertreterInnen aus den USA, Grossbritannien, den Niederlanden und Israel stimmten dagegen. (mr)

Links und Lesetipps

Dr. Chris Busby/ ICBUW: www.bandepleteduranium.org

DFG-VK – Uranmunition: www.uranmunition.de

www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/DU-Geschosse/Welcome.html

www.ippnw.de

Quellen

Todesstaub. Dokufilm. Red. Frieder Wagner, Siegwart-Horst Günther, 2007, www.sdnl.nl/gunther-home.htm

Prof. Ernest Sternglass: Radioaktive Strahlung und Gesundheit, 2006, VD, www.plage.cc

Doug Rokke: Unsere Kriege – ein toxischer Alptraum, 2008, www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2008/nr5-vom-2912008/unsere-kriege-ein-toxischer-alptraum/

Jürgen Elsässer: Kriegslügen. Der NATO-Angriff auf Jugoslawien. 2008, Kai Homilius Verlag

Matthias Reichl: Balkankrieg und Zerstörung der Lebensgrundlagen. Wiederaufbau in Jugoslawien auf vergifteter Grundlage? 1999/2001: www.begegnungszentrum.at/texte/reichl/reichl1-du.htm

Bildquelle: commons.wikimedia


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