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Strahlende Partikel im Ökosystem und in der Atmosphäre

 Die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki machten Auswirkungen auf Mensch und Umwelt auf Jahrzehnte hinaus sichtbar (Robert Jungk). Das Leben in den beiden Städten läuft nach dem Wiederaufbau scheinbar unbelastet weiter.

Atombomben-Testgelände im Pazifik, in Nevada (USA), Kasachstan und die vielen Orte vom Uranabbau bis zur Atommülldeponie geben seit Jahrzehnten Strahlen in die Umgebung und die Atmosphäre ab.

Seit Ende der 70er Jahre kamen noch die "DU-Waffen" dazu (aus abgereichertem Uran, seit neuestem aus Uranerz). Der US-Experte Doug Rokke zählt einige auf: Wuchtgeschosse – Pfeile und Bolzen aus solidem Uran; Bunkerbrecher – gigantische Bomben, gefüllt mit explosiven Stoffen und Uran; Streubomben wie ADAM oder PDM – ähnlich Landminen mit Uranschale und Marschflugkörper.

Rokke zerstört Illusionen, die von Militärs und PolitikerInnen verbreitet werden: Eine "Sanierung der Umwelt" ist nicht möglich. Wie kann man – mit Spezialausrüstung – kontaminierte Gebäudereste, die nicht explodierten Geschosse, andere gefährliche Materialien und mindestens 20 bis 30 cm des Bodens wegzuräumen und irgendwo zu vergraben wie es "Entsorger" vorschlagen? Wenn Uranwaffen eingesetzt werden, sind Gebäude, Pflanzen, Nahrung, Wasser usw. für unabsehbare Zeiten verseucht, man kann das alles nicht wirksam säubern und sichern. Der "nukleare Winter" war in der Diskussion der 80er Jahre ein Begriff für weltumspannende Staubwolken hoch in der Atmosphäre als Folge von gleichzeitigen Atombombenexplosionen (ähnlich jenen durch Meteoriteneinschläge bzw. Vulkanausbrüche), die die Sonneneinstrahlung stark reduzieren. Erst die Forschungen zu (Nano-)Feinstaub und atomarer Niedrigstrahlung zeigten die lang dauernden Gefahren einer Mischung aus (militärischen und zivilen) radioaktiven und chemischen Stoffen in der Atmosphäre auf (Ernest J. Sternglass).

Nano-Partikel können durch Haut und Lungengewebe ungehindert in den Körper gelangen und dort Krebs auslösen. Auch Waffenlabors entwickeln und produzieren Horrorprojekte. Die kanadische ETC-Group und andere haben ein Moratorium für sämtliche Forschungen und Produktionen gefordert. Weitere Waffensysteme: elektromagnetische- und Laserwaffen, Sonarsysteme zur U-Boot-Aufklärung im Meer – diese desorientieren Wale und Fische. (mr)

Links und Lesetipps

Robert Jungk: Heller als Tausend Sonnen, Strahlen aus der Asche, Der Atomstaat.

IPPNW: www.ippnw.de/frieden/uranmunition

Ernest J. Sternglass (siehe Rede bei PLAGE Salzburg):

Rosalie Bertell: Planet Earth: The Newest Weapon of War. 2000, The Women's Press

Pat Mooney, ETC Group: www.etcgroup.org

www.lifeinfo.de/inh2./nanotechnologie.html

www.greenpeace.org.uk/MultimediaFiles/Live/FullReport/5886.pdf

Doug Rokke: www.informationclearinghouse.info

Nano-Kriegstechnologien: webmail.horus.at/pipermail/e-rundbrief/2005/000251.html

Bildquelle: commons.wikimedia.org


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