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Erneuerbare Energie

Im Laufe der Geschichte haben Menschen große Energiequellen entdeckt. Dazu gehören ursprünglich die fossilen Brennmaterialien wie Kohle, Erdöl und Erdgas, die in Jahrmillionen aus abgestorbenen Tier- und Pflanzenresten entstanden sind. Seit einigen Jahren versucht man aufgrund drohender Knappheit fossiler Energiequellen alternative, erneuerbare Energien zu nutzen und ihre Gewinnung zu optimieren.

Auf der Erde können diese Energiequellen in Form von Sonnenlicht und -wärme (Solarenergie), Windenergie, Wasserkraft, Biomasse und Erdwärme (Geothermie) genutzt werden.

Eine Energiewirtschaft, die auf alternativen, erneuerbaren Energien aufbaut und die die Emission von "Treibhausgasen" verringert, kann eine Strategie für das Anhalten der globalen Erwärmung bieten. Die unterschiedlichen Technologien zur Nutzung jeder Form von Energie haben immer Auswirkungen auf die Biosphäre, also auch auf Menschen und das Ökosystem, das deren Leben überhaupt erst ermöglicht.

Am Beispiel: "Energiecheck Plus" im Bistum Trier

Im Zuge des Gemeinschaftsprojektes "Energiecheck Plus in Kirchengemeinden" der Landeszentrale für Umweltaufklärung und der Diözese Trier wurde 30 ausgewählten Kirchengemeinden die Möglichkeit gegeben, ihre Kirchen, Pfarrhäuser, Pfarrheime und Kindergärten auf sinnvolle Einspar- und Effizienzpotenziale in folgenden Bereichen prüfen zu lassen:

  • Energiebereich
  • Wasserbereich
  • Abfallbereich
  • kaufmännischer Bereich

Die Kirchengemeinden wurden mittels einer Standort-Analyse ausgewählt.

Gründe für den "Energiecheck Plus" in Kirchengemeinden

Die Umweltbelastungen, die aus der Nutzung von Kindergärten, Kirchen usw. entstehen, sind enorm. Außerdem belastet der nach wie vor weit verbreitete Gebrauch von nicht erneuerbaren Ressourcen zur Erzeugung von Strom und Wärme die Luft, durch schadstoffhaltige Emissionen. Weiters werden durch einen umweltfreundlichen Energieverbrauch auf Dauer Kosten eingespart, was auch für die Kirchengemeinden ein attraktiver Grund war, an der Aktion teilzunehmen. Ein Teil der Aktion besteht auch darin, Einsparpotenziale mit wenig bis hohem finanziellen Aufwand aufzuzeigen.

Ergebnisse der Aktion im Bistum Trier

Die Ergebnisse der Hochrechnungen in den 30 Kirchengemeinden ergeben eine mögliche Reduzierung des Kohlendioxidausstoß CO2 von 23 %. Die Kosten fallen ebenfalls erheblich, und sinken somit auf mögliche 13 % der Gesamtkosten.  

Was du tun kannst

Steigerung der Energieeffizienz im Bereich Strom:
Aus umweltfreundlicher Sicht ist es sinnvoll, defekte Glühlampen durch Energiesparlampen zu ersetzen. Diese zeichnen sich im Vergleich zu herkömmlichen Glühlampen durch eine viel höhere Lebensdauer und geringeren Stromverbrauch aus – und das bei gleicher Leuchtstärke. Darauf wird nun auch in den Kirchengemeinden geachtet.

Drastische Senkung des Energieverbrauchs im Bereich Beleuchtung:
Es gibt Vorgaben zur idealen Beleuchtungsstärke von Räumen. Demnach sind viele Räume übermäßig beleuchtet. Meistens kann also an der Stärke der Beleuchtung direkt gespart werden. Zusätzlich ist es sinnvoll, die Beleuchtung der Räume an die tatsächlichen Nutzungszeiten der BewohnerInnen anzupassen. Das bedeutet für die Gemeinden, keine ungenützten Räume auszuleuchten und für Gänge eventuell auch Bewegungsmelder zu installieren.

Umsteigen auf erneuerbare und umweltfreundliche EnergieträgerInnen im Bereich Wärme:
Die immer noch weit verbreiteten Energiequellen zur Gewinnung von Wärme sind Öl und Gas, also nicht erneuerbare Energien. Den Kirchengemeinden wurde im Zuge der Aktion empfohlen, schrittweise auf erneuerbare Energiequellen umzusteigen. Solaranlagen werden für Kirchengemeinden mittlerweile sogar gefördert, wodurch die Amortisationsdauer erheblich sinkt. Die Dauer der Amortisation ist der Zeitraum zwischen der Investition in die Solaranlage bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich die Anschaffung "rechnet". Die Investition zur Umstellung auf erneuerbare Energiequellen ist natürlich eine hohe finanzielle Belastung, die plötzlich anfällt. Trotzdem rentiert sich die Investition nicht nur für die Umwelt, sondern auch für einen Privathaushalt oder eben eine Gemeinde. (red)

Quellen, Links und Lesetipps

Fundus.org: Alternative Energien (abgerufen am 12.11.07)

Wikipedia: Erneuerbare Energie. Bearbeitungsstand: 6.11.2007, 18:46 UTC;  (abgerufen am 12.11.07)

Department of Geography at the University of Zurich, Prof. Dr. H. Haefner: Natürliche Ressourcen – Potenzial und Begrenzung. Bearbeitungsstand: 12.10.1999. (abgerufen am 12.11.07)

Thomas Seifert, Hans Weiss (2005). Schwarzbuch Öl. Eine Geschichte von Gier, Krieg, Macht und Geld . Wien: Zsolnay & Deuticke.

Hans Kronberger (1998). Kein Blut für Öl. Der Kampf um die Ressourcen. Wien: Michaels.

Zsolnay Verlag und Deuticke: Schwarzbuch Öl. (abgerufen am 12.11.07)

Greenpeace; http://www.greenpeace.at/ (abgerufen am 12.11.07)

Fundus.org, Johannes Müller: Alternative Energien. (abgerufen am 12.11.07)

Energiewerkstatt: Erneuerbare Energien. (abgerufen am 12.11.07)

Forum Umweltbildung: Berechne deine CO2-Emmissionen. (abgerufen am 12.11.07)

www.bistum-trier.de Diözesankommission für Umweltfragen des Bistums Triers: Energiecheck Plus.Ökologisch handeln. Ökonomisch gewinnen. Handlungsleitlinien für Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen.

http://www.worldenergy.org/

http://www.rio6.com/


Sponsoren Bundesministerium für Bildung und Frauen Stadt Salzburg Land Salzburg Berghof Foundation Elfi-Gmachl-Stiftung Youth in Action - Jugend in Aktion