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Startseite Methoden für die Gruppenarbeit Was hat Krieg mit mir zu tun?  

Tote Bilder zum Leben erwecken

Anregungen zur Arbeit mit Bildern von Krieg und Terrorismus

 
Aus einer größeren Anzahl von Bildern, die aktuelle und vergangene Kriege oder Terroranschläge thematisieren, wählen die SchülerInnen je eines aus, das ihnen spontan für ihre derzeitige Situation am Bedeutendsten erscheint. Das Bild wird in Einzelarbeit nach folgenden Kriterien analysiert und im Plenum präsentiert:


1. Das Bild

Was ist auf dem Bild dargestellt?

Wer sind die Personen auf dem Bild (bzw. wer könnten sie sein?)

Wo wurde das Bild aufgenommen und zu welchem Zeitpunkt?

Versuche, dem Bild einen Namen zu geben.

Achte auf Details, Gesten, Angedeutetes und Verstecktes.

Unterscheide zwischen Tatsachen und Vermutungen.

 

2. Das Umfeld

Wie hat die Umgebung des Bildes vor einer Stunde (einem Tag, etc.) ausgesehen. Wie wird sie sich in Zukunft entwickeln?

In welcher Situation befinden sich die Menschen auf dem Bild? Was haben sie vorher gemacht? Was passiert anschließend?

Wie sieht die Umgebung des Bildes aus?

In welchem politischen Kontext wurde das Bild aufgenommen? (historische Ereignisse, politische Situation des Landes, neuralgische Punkte)

Worauf verweist das Bild?

 

3. Der Hintergrund

Wer hat das Bild aufgenommen?

In welcher Situation war der/die FotografIn? Welche Gefühle, Ängste und Hoffnungen hatte er/sie zum Zeitpunkt des Fotografierens?

Wer ist sein/Ihre AuftraggeberIn? Was will er/sie mit dem Bild erreichen.

Welches Interesse haben FotografIn bzw. AuftraggeberIn an der Veröffentlichung und Verbreitung dieses Bildes?

Welche wirtschaftlichen, welche politischen, welche humanitäre Interessen stecken hinter dem Bild?

 

4. Der Betrachter

Was bewirkt das Bild bei mir?

Welche Gefühle weckt es? Macht es mir Angst, weckt es die Lust am Handeln, steigert es mein Interesse?

Woran erinnert es mich, weckt es Assoziationen?

Kann ich mich in die Ereignisse auf dem Bild einfühlen, macht es mich empathisch oder bewirkt es Abscheu und Abwehr?

 

Weitere Gestaltungsmöglichkeiten

Zeichnet die Umgebung des Bildes.

Übermalt das Bild nach Euren Vorstellungen.

Gebt dem Bild eine Bildunterschrift und vergleicht und diskutiert die einzelnen Ergebnisse.

Phantasiereisen: Was haben die Handelnden vorher erlebt? Wie entwickelt sich die Situation weiter?

Benützt das Bild als Werbespot

Diskutiert in der Gruppe die beigefügten Thesen und Sätze und berichtet im Plenum

 

Materialien

Zitate/Thesen (PDF-Datei zum Ausdrucken)

 

Literatur

Mira Beham, Kriegstrommeln. Medien, Krieg und Politik, Deutscher Taschenbuch Verlag. München 1996.

Susan Sontag, Das Leiden anderer betrachten. Carl-Hanser-Verlag, München, 2003.


Sponsoren Bundesministerium für Bildung und Frauen Stadt Salzburg Land Salzburg Berghof Foundation Elfi-Gmachl-Stiftung Youth in Action - Jugend in Aktion