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Energie sparen

Laut Berechnungen wird sich der weltweite Energieverbrauch bis 2030 verdoppeln, falls die Verbrauchstrends von heute anhalten. Eine Trendumkehr ist nur möglich, wenn wir Energie einsparen. Die beste Energie ist daher jene, die wir gar nicht verbraucht haben. Sie kostet kein Geld, verbraucht keine Umwelt und verringert die Abhängigkeit von Energieimporten. Weniger Energie zu verbrauchen kann demnach unser Beitrag zur Entschärfung möglicher Konflikte um Energieressourcen in der Zukunft sein.

Etwa die Hälfte des Energieverbrauchs in Österreich fällt auf den Verkehr, gefolgt von Heizen und Warmwasseraufbereitung sowie den Verbrauch von Strom für Elektrogeräte und Beleuchtung. Wo können wir Energie einsparen? Im Folgenden einige Beispiele. Ihr findet sicher noch mehr!

Fahrrad statt Moped?

Ein Moped ist etwas Cooles, keine Frage. Du bist unabhängig von deinen Eltern und überfüllten Schulbussen, du bist schnell und jederzeit woanders - und du kannst vielleicht auch stolz darauf sein, dass du es mit deinem lange ersparten Taschengeld gekauft hast. Schade aber, dass das Moped soviel Benzin braucht und somit schlecht für unser Klima ist. Die beste Alternative ist wohl ein Fahrrad, jedenfalls wenn es um Unabhängigkeit geht. Falls du auf einem Berg wohnst: Wie wäre es mit einem Fahrrad mit Hilfs-Elektromotor oder gleich mit einem Elektromoped? Die kosten übrigens circa das gleiche wie ein normales Moped. Damit bist du garantiert ein Trendsetter (nur Knattern können Elektromotoren leider noch nicht). Und das Aufladen der Batterie daheim geht wohl meistens auf Kosten von Mama und Papa (nach der Homepage „1.000.000 Klimataten" von Greenpeace).

Keine Aludosen verwenden

Die Gewinnung von Aluminium ist äußerst ressourcen- und energieintensiv. Aludosen haben daher eine sehr schlechte Öko- und Energiebilanz. Keine Aludosen zu verwenden, stattdessen Getränke aus Glasflaschen oder aus Plastikflaschen, die mit Saft aus dem Kühlschrank von zuhause wieder gefüllt werden, trägt zur Reduzierung des Energieverbrauchs bei. Und spart in der Regel auch Taschengeld.

Wohltemperierte Räume

Optimale Wärmedämmung kann den Heizenergiebedarf um bis zu 80 Prozent senken. Wärmegedämmte Häuser und Wohnungen sind daher ein wichtiger Beitrag zum Energiesparen. Doch es liegt nicht immer in unserer Hand, wie unsere Wohnung gebaut wurde. Auf alle Fälle können wir Energieeinsparen, indem wir das Überheizen von Räumen unterlassen - in der Regel reichen 19-20 Grad Zimmertemperatur. Und wenn es draußen wirklich kalt wird, hilft ein Pullover mehr auch in der Wohnung. Wichtig ist auch, nur jene Räume zu beheizen, die regelmäßig genutzt werden. In der Schule können die SchülerInnen darauf achten, dass Räume optimal temperiert werden. Und auch Stoßlüften statt andauernd gekippte Fenster helfen im Winter den Energieverbrauch zu drosseln.

Beispiel: Energieausweis

Der Energieausweis ist ein Dokument, das ein Gebäude energetisch bewertet. Er zeigt an, wie viel Energie das Gebäude verbraucht, wie gut der Wärmedämmstandard ist und wie viel Energiekosten der Käufer bzw. Mieter/die Käuferin bzw. Mieterin zu erwarten hat. Mit 1.Januar 2008 für Neubauten und mit 1. Januar 2009 für den Altbau wurde der Energieausweis in ganz Österreich verpflichtend eingeführt.

Beispiel: Energiebuchhaltung

Um herauszufinden, wie sich Energiesparmaßnahmen auswirken, braucht man einen Überblick über den Energieverbrauch. Manche Energieversorger bieten mittlerweile über Internet Energiebuchhaltungen an, die den Energieverbrauch sowie die Energiekosten über die Jahre aufzeichnen und nach verfolgen lassen. Im Bundesland Salzburg bietet die „Salzburg AG" zusätzlich einen „Energiecheck", der einem sagt, wie man im Vergleich zum Durchschnittsverbrauch liegt und welche Verbesserungsmaßnahmen noch möglich wären.

Beispiel: Energieeinsparmodellierung

Die Stadt Graz bietet auf ihrer Homepage einen Simulator an, der die Wirkung verschiedener Maßnahmen und Verhaltensänderungen im Bereich Energieverbrauch im Modell darstellt. So erfährt man, welche Wirkungen einzelne Maßnahmen haben. Diesen Simulator gibt es nicht nur für dne Bereich Wohnen, sondern auch für Mobilität.

Beispiel: Ökoschulen

An vielen Schulen gibt es sie bereits: Energiebeauftragte, Energieteams, EnergiemanagerInnen oder EnergiedetektivInnen, die "energisch" die Initiative ergreifen: Sie entlarven Energieschwachstellen ihrer Schule, entwickeln Verbesserungsmaßnahmen und setzen Projekte um.

Beispiel: Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen

Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erzeugen Wärme und Elektrizität aus ein und derselben Einheit - sie sind Kraftwerk und Fernheizwerk in einem. Bei der Produktion von elektrischem Strom aus Kohle, Öl oder in Abfallverbrennungsanlagen kann nicht die gesamte Energie in Strom umgewandelt werden. In einer Kraft-Wärmekopplungsanlage wird die verbleibende Wärme genutzt, z.B. für eine Fernwärmeanlage. Solche Anlagen erreichen einen Gesamtwirkungsgrad von 80-90 Prozent.

Beispiel: Plusenergiehäuser

Plusenergiehäuser verbrauchen weniger Energie als sie erzeugen. Sie sind somit kleine Kraftwerke. Fachlich ausgedrückt: Beim Plusenergiehaus-Standard erfolgt im Jahresmittel eine Netto-Energielieferung nach außen. Ein solches Haus ist dazu mit zahlreichen Solarzellen zur Stromerzeugung ausgestattet; weitere Anlagen sind Sonnenkollektoren, Wärmerückgewinnung und Erdwärmeübertrager. Ein erster Prototyp von Rolf Disch, das „Heliotrop", wurde 1994 in Freiburg im Breisgau errichtet. Seit 2000 plante und realisierte Disch darüber hinaus eine Siedlung mit 59 Plusenergiehäusern in der sogenannten Solarsiedlung des Freiburger Stadtteils Vauban.

(hh)

Lesetipps und Links

www.umweltbildung.at

www.de.wikipedia.org/wiki/Energiestandard

www.1000000taten.greenpeace.at

www.klimabuednis.at

https://onlineservice.salzburg-ag.at

www.oekostadt.graz.at

www.rolfdisch.de

Quellen

http://de.wikipedia.org/wiki/Energiestandard#Plusenergiehaus

www.1000000taten.greenpeace.at

Klimaschutz praktisch. Tipps für klimafreundliches Alltagshandeln. Download: http://www.salzburg.gv.at/broschuere-klimaschutz.pdf

Bildquelle: flaivoloka http://www.sxc.hu/photo/1158745


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